Die Deutsche Stiftung Qualitätsjournalismus (DSQJ) hat den „Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien“ unterzeichnet. Damit unterstützt sie den gemeinsamen, gesamtgesellschaftlichen Einsatz für freie Berichterstattung, Medienvielfalt und den ungehinderten Zugang zu Informationen.
Ein Appell aus historischer Verantwortung
Der vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) im März 2026 initiierte Leipziger Appell erinnert an die Folgen von Gleichschaltung, Propaganda und staatlicher Medienlenkung während des Nationalsozialismus und der DDR-Diktatur. Daraus leitet er einen gemeinsamen Auftrag für die Gegenwart ab: Medien- und Informationsfreiheit müssen täglich verteidigt werden.
Der Appell warnt vor politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme, Angriffen auf die Glaubwürdigkeit journalistischer Medien sowie der verzerrenden Wirkung intransparenter Algorithmen. Er fordert Medien, Institutionen, Politik und Gesellschaft dazu auf, Angriffe auf die Medienfreiheit klar zurückzuweisen, Transparenz und Vielfalt zu stärken und die Medienkompetenz der Bevölkerung zu fördern.
Die Initiative vereint Institutionen aus Medien, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Zu den Unterzeichnenden gehören neben der DSQJ unter anderem der Deutsche Presserat, die Deutsche Nationalbibliothek sowie sämtliche ARD-Rundfunkanstalten.
Unabhängigkeit entscheidet über Qualität
„Journalismus kann Macht nur kontrollieren, wenn er selbst unabhängig bleibt. Wer sorgfältig recherchiert, einordnet und Missstände aufdeckt und Macht kontrolliert, muss frei von politischem und wirtschaftlichem Druck arbeiten können. Diese Freiheit geht uns alle an. Journalistische Qualität braucht Unabhängigkeit“, erklärt Pascal Hesse, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Qualitätsjournalismus.
Journalismus stärken, Demokratie sichern
Die Unterzeichnung entspricht unmittelbar den Zielen der DSQJ. „Die Stiftung setzt sich für einen faktenbasierten, unabhängigen, vielfältigen und relevanten Journalismus ein, der durch sorgfältige Recherche, kritische Einordnung, Transparenz und die Achtung von Persönlichkeitsrechten Glaubwürdigkeit schafft“, ergänzt Timo Conraths, stellv. Vorsitzender der Stiftung und zugleich Bundesgeschäftsführer des Deutsche Journalisten-Verband (DJV), der den Leipziger Appell ebenfalls unterzeichnet hat.
Die Stiftung fördert die Aus- und Weiterbildung von Journalist:innen, Vernetzung und Wissenstransfer, innovative Medienprojekte sowie Initiativen für Presse- und Meinungsfreiheit, Medienvielfalt und demokratische Teilhabe. Hinzu kommen internationale Austauschprogramme und die Unterstützung von Journalist:innen in Notsituationen.
Mit der Unterzeichnung des Leipziger Appells bekräftigt die DSQJ ihren Anspruch, journalistische Qualität und die dafür notwendigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gleichermaßen zu stärken.

